HPV-Abstrich

Wer sich bei einem Sexualkontakt mit Humanen Papillom-Viren (HPV, HP-Viren) infiziert, bemerkt oft keine Symptome. Es gibt zwei Gruppen von HPV. Die low-risk-Viren können Feigwarzen verursachen, die man selbst oder bei der gynäkologischen Untersuchung feststellen kann. Eine Infektion mit high-risk-Viren bleibt zunächst nicht unsichtbar, dennoch können Viren eine Krebserkrankung (Gebärmutterhals, Scheide, äußerer Schambereich) hervorrufen.
Durch einen HPV-Test kann man erkennen oder ausschließen, ob jemand mit einem HP-Virus infiziert ist. Für diesen Test werden wie bei einem Früherkennungsabstrich Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und in ein Labor geschickt, wo untersucht werden kann, ob eine Infektion mit HPV vorliegt und zu welcher Risikogruppe die gefundenen Viren gehören.


Ein HPV-Abstrich ist sinnvoll
  • bei bisher unauffälligen Pap-Abstrichen um das eigene Risiko besser einordnen zu können und somit seine eigene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen effektiver gestalten zu können.
  • bei auffälligen Pap-Abstrichen in der Vergangenheit (die Trefferquote für den herkömmlichen Abstrich liegt bei 51 %)
  • bei aktuell auffälligen Pap-Abstrichen zur besseren Risikoabschätzung
 
Bei einem positiven Ergebnis (high-risk-HPV wurden gefunden) empfehle ich:
  • halbjährlich einen Pap-Abstrich (Vorsorgeabstrich) durchführen zu lassen
  • halbjährlich eine Dünnschichtzytologie (ThinPrep) durchführen zu lassen (mehr Informationen)
  • den Sexualpartner zu informieren
  • weitere Risikofaktoren für eine Krebserkrankung von Gebärmutterhals, Scheide und äußerer Schambereich zu vermeiden (mehr Informationen)
  • vorbeugende und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen
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